Synästhesie
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Elisabeth Sulser ist Synästhetin. Im Rahmen einer Studienarbeit für Neuropsychologie der Universität Zürich, bei welcher sie in den Jahren 2004 und 2005 als Versuchsperson mitwirkte, wurde sie als Trägerin einer seltenen Form von Synästhesie 'entdeckt' und in den internationalen Medien beschrieben.

 

Medienauftritte / Besonderes / Aktuelles:
 
Fernsehauftritt in der Sendung "Aeschbacher - im Dreivierteltakt" (Schweizer Fernsehen SF1 vom 22. Januar 2009)
Elisabeth Sulser war zu Gast bei Kurt Aeschbacher und sprach über Musik und Synästhesie. http://www.aeschbacher.sf.tv/
 

Beitrag zu Synästhesie (Telem1 am 13. September 2009)
Elisabeth Sulser sprach mit Simon Keller. Den Beitrag gibt es unter der Rubrik "Gesundheit" vom 13. September 2009. http://www.telem1.ch

 

Heroic or Horrific? "The Real Superhumans and the Quest for the Future Fantastic"
Am 4.November 2007 wurde der Dokumentarfilm in Canada erstmals ausgestrahlt. Elisabeth Sulser ist eine der "Hauptdarstellerinnen" des Filmes. Sie erzählt über ihr Leben als Synästhetin, trifft in England andere Synästheten und stellt sich für Forscher der Universität Oxford als Testperson zur Verfügung. Infos zum Film: http://ctvmedia.ca/discovery

 
 

Buchpremiere Weimar

 

"Die Dunklen" von Ralf Isau

Ralf Isau ist Autor und Phantast. In seinem neuen Buch "Die Dunklen" geht es um Synästhesie. Für die Hauptfigur hat er sich Elisabeth Sulser's Begabung "das Tönesehen" vorgenommen.

Weitere Infos: http://www.isau.de

Buchpremiere in Weimar, 14.Oktober 2007
(v.l.: Carsten Polzin / Elisabeth Sulser / Ralf Isau)
   

 

Was ist Synästhesie?

Unter Synästhesie versteht man die (Mit-)Erregung eines Sinnesorgans durch einen nicht spezifischen Reiz, die zu gleichzeitigem Erleben verschiedener Sinneseindrücke bei Reizung von nur einem Sinnesorgan führt. Die häufigsten Erscheinungen sind die optischen Synästhesien (‚Synopsien‘ oder Photismen), bei denen vor allem durch akustische Eindrücke (Töne, Wörter) optische Erscheinungen (auch farbig: Farbenhören) mit erregt werden. Umgekehrt können auch optische Wahrnehmungen sekundäre Gehörserlebnisse (‚Phonismen‘) und akustische Eindrücke Gefühlserlebnisse u. a. hervorrufen (Vgl. dazu Brockhaus multimedia, Bibliographisches Institut & F. A. Brockhaus AG, 2003).

 

Berühmte Synästheten

Im Bereich Musik und Malerei gibt es zahlreiche Künstler, von denen bekannt ist, dass sie Synästheten waren z.B. Alexander Skriabin, Frank Zappa, Paul Klee, Wassily Kandinsky u.a.

 

Wie äussert sich die Synästhesie bei Elisabeth Sulser?

Beim Hören von Musik oder auch von Klängen sieht Elisabeth Sulser das Gehörte in Farben und projiziert es in ihrer Vorstellung auf eine 'innere Leinwand'. So entsteht ein kaleidoskopartiges Gemälde, das sich ständig ändert. Die Farben verändern sich mit der Geschwindigkeit der Musik und passen sich in ihrer Form den musikalischen Figuren an. (C=rot, D=gelb, E=braun, F=grün, G=dunkelblau, A=hellblau, H=grau, Cis=rosa, Dis=bordeaux, Fis=violett, Gis=türkis, B=gold)


On the cold ground, aus John Playfords Tanzschule, Takt 1-8 >> Mausklick für Grossansicht, inkl. Hörprobe (nur Internet Explorer)

Intervalle verbindet Elisabeth Sulser mit Geschmack. Das heisst: Beim Hören von zwei auseinander liegenden Tönen innerhalb einer Oktave empfindet sie einen Geschmack auf der Zunge. Eine kleine Sekunde schmeckt sauer, eine grosse bitter, eine kleine Terz salzig, eine grosse süss, die Quinte nach einem Glas Wasser, die kleine Sexte rahmig (Vollrahm), die grosse auch rahmig (Halbrahm), die kleine Septime bitter wie die grosse Sekunde und die grosse Septime sauer wie die kleine Sekunde.

La mia barbara, aus John Dowlands (1563-1626) "a dream" >> Mausklick für Grossansicht, inkl. Hörprobe (nur Internet Explorer)


J. S. Bach, BWV 150, Leite mich in deiner Wahrheit, Takt 1-5 >> Mausklick für Grossansicht, inkl. Hörprobe (nur Internet Explorer)